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| Das Kochen am Sonntag, dem 21. Februar 2010, war anders als alle anderen Veranstaltungen bisher: Von Anfang an waren Antoneta und Ferdinand bei uns im Team. Mit großer Freude und Tatkraft haben sie immer mitgemacht, und die Kinder haben sich auch schon immer auf die Kochtage gefreut. Nun, am 15. Februar 2010, mussten wir (Pfarrer Dr. Engelmann, Ines Riedler, Rudi und ich) miterleben, wie versucht wurde, die Familie ohne Vorwarnung, in einer Nacht- und Nebelaktion abzuschieben (entgegen den Vereinbarungen mit der Fremdenpolizei). Nur weil der Kleinste, Florian, wieder schwere Bronchialbeschwerden hatte, wurde der Amtsarzt gerufen. Er erklärte das Kind für schwer krank und deshalb nicht transportfähig. Die Familie wäre sonst sofort in Schubhaft gekommen und am nächsten Morgen mit einem Charter-Flug in den Kosovo gebracht worden. Dieses Ereignis war wie ein Schatten über uns allen, denn solch eine existenzielle Bedrohung kann man nicht einfach wegschieben. Wir alle wollen ja, dass die Familie bleiben kann, zumal sie sämtliche Bedingungen für ein Humanitäres Bleiberecht erfüllt. Wir wollen nicht, dass sie aus unserer Mitte gerissen werden! Trotz alledem war es wieder eine gemütliche Zusammenkunft, und es wurde besonders vielfältig gekocht – und das, obwohl nur noch zwei Herdplatten funktionierten, es kein warmes Wasser gab, und deshalb auch der Geschirrspüler zwecklos war. So wechselten sich halt Geschirrspülerinnen an der Abwasch ab, und das Wasser wurde mit dem Wasserkocher erhitzt und in Thermoskannen gehortet. Besonderer Dank gebührt also diesmal den unermüdlichen Abwäscherinnen! Es hat sich gezeigt, dass ein gut eingespieltes Team mit Allem fertig wird. Gekocht wurde Karottensuppe mit Ingwer von Petra Melanzaniaufstrich und Dinkelaufstrich von Christina Selbstgebackenes Brot von Silas Vietnamesische Spaghetti von Xaver Benedikts Eltern aus Vietnam Bangon Aloo, indische Fastenspeise mit Reis, zubereitet von Paul Putenfleisch mit Zwiebelsauce von Lisbeth Fisch mit Senfsauce und „Pellkartoffeln“, Rezept Christinas Berliner Oma, und Salat Grillpaprika mit Sesam und Knoblauch von Antoneta Ochsenaugen, Biskuit-Dessert von Maria Mini-Muffins von Petra Pinienkern-Kuchen von Resi Obstplatte Wir waren insgesamt 25 Personen: Island, Deutschland, Sierra Leone, Vietnam waren vertreten, und auch wohlbekannte Gesichter aus der Pfarre. Sogar der Pfarrer war diesmal mit dabei, was uns besonders freute! Es freut uns immer, wenn viele Gäste zum Essen kommen, denn das füllt auch den Spendentopf! Wir haben ganz bewusst beim Abschied „auf Wiedersehen“ gesagt! Christina Oppermann-Dimow Inhalt | ||||