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Wir sind die Pfarre Hernals
und finden unsere Heimat in der Kalvarienbergkirche. Unsere Pfarrgemeinde hat im Lauf
ihrer Geschichte eine selbstbewusste, lebendige, erdverbundene
Spiritualität entwickelt, die im Feiern, in der Vielfalt unserer
Aktivitäten und im sozialen Engagement ihren besonderen Ausdruck
findet. Mit unserem Blick „über den Kirchturm“ hinaus, tragen wir über
Parteigrenzen hinweg zum guten „Hernalser Klima“ bei. „Christus ist das Licht der Völker.
(...) Die Kirche ist ja in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt das Zeichen
und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott, wie für die
Einheit der ganzen Menschheit.“
(II. Vatikanisches Konzil) Christus ist unser Licht!
Darum ist es unser Anliegen, dieses Licht für alle erfahrbar zu machen.
Die Pfarre Hernals-Kalvarienbergkirche soll durch ihr Leben gleichsam zum
Sakrament, zum Zeichen für die Einheit mit Gott werden und zur Einheit
der Menschen beitragen. Wir wollen als lebendige Gemeinschaft
den Weg unseres Lebens mit Gott und miteinander gehen. Als Kirche wollen
wir ein Ort sein, an dem wir versuchen, unseren Glauben miteinander und
füreinander zu leben, zu verkünden, zu feiern und ihn im Dienst
an den Mitmenschen erfahrbar werden zu lassen nach dem Grundsatz: „In der Welt stehend aus Gott handeln.“
Wir wollen eine Kirche aller Menschen sein.
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Vielfältig: eine Kirche
der Laien und Priester, der Frauen und Männer, der Jungen und Alten,
der allein und in Gemeinschaft Lebenden, der Gesunden und Kranken, der
Gescheiterten und Erfolgreichen, der Einheimischen und Fremden, ...
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Offen: Wir sind eine Kirche mit
„offenen Türen“, die keine Bedingungen stellt oder Vorleistungen verlangt;
eine Kirche, die über alle, von Menschen gegen Menschen errichteten Grenzen hinweg lebt und wirkt.
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Wir wollen offen sein für alle,
die Kontakt zur Pfarrgemeinde suchen. Unsere Seelsorge konzentriert sich
nicht nur auf die Kirchen- und Messbesucher. Wir sind eine Kirche,
in der jeder aufgenommen wird, in der man etwas tun kann, aber nichts tun
muss.
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Wir sind da für Christen und Nichtchristen,
für Zweifler, Kritiker und fern Stehende, für Geschiedene, für
Wiederverheiratete, für Ausgetretene, für Angehörige anderer
Religionen und Weltanschauungen.
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Wir suchen in Offenheit und Respekt
den Dialog mit allen Generationen und Gruppen über politische und
religiöse Grenzen hinweg.
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Solidarisch: Wir sind auch eine
Kirche der Benachteiligten, der Kranken, der Hilfe Suchenden.
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Wir setzen uns für jene ein, die
im Schatten stehen, die in ihrem Leben, in ihrem Beruf, in ihren Beziehungen
oder auf einem anderen Gebiet gescheitert sind.
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Wir wenden uns gegen jede Form der sozialen
Ausgrenzung und der Fremdenfeindlichkeit.
Wir sind eine Kirche des gemeinsamen Lebens.
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Wir leben vom Miteinander, vom gemeinsamen
Feiern, Lachen, Beten, Reden, Singen, Arbeiten, Reisen, Helfen, Zusammensitzen,
Diskutieren, Tanzen, Spielen ...
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Wir sind eine Kirche des Verstehens
und Mitfühlens, des Mitdenkens, des Mitfreuens und des Mitleidens:
Wir wollen einander auf dem Lebensweg begleiten, ermutigen und in Höhen
und Tiefen beistehen.
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Wir sind eine Kirche der helfenden Tat: Wir teilen Zeit und Geld. Wir helfen
in finanziellen Notfällen unbürokratisch und schnell. Wir begleiten
in schwierigen Lebensphasen: wir hören zu, nehmen auf, besuchen ...
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Die Verschiedenheit der Menschen unserer
Pfarre soll sich in der Vielfalt unserer Aktivitäten spiegeln – jede/r
soll einen Raum für sich finden können.
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Kinder sind bei uns willkommen und sollen
unsere Gemeinschaft miterleben.
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Jugendlichen geben wir die Chance und
den Raum, Gemeinschaft zu finden und in Selbständigkeit und Eigenverantwortung
mitzuarbeiten.
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Erwachsene aller Altersstufen können
ihre Fähigkeiten, Begabungen und Ideen einbringen und das Pfarrleben
mitgestalten.
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Familien sind für uns ein tragendes
Element des pastoralen Lebens.
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Wir sind eine Kirche der Zusammenarbeit
von Menschen für Menschen und legen daher großen Wert auf tragfähige
Beziehungen, auf Kommunikation und Information.
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Wir verstehen uns als ein Ort, an dem
Erfahrungen und Wissen in einem offenen Klima ausgetauscht und diskutiert
werden können.
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Wir wollen offen sein für alle,
die Kontakt suchen, für neue Ideen, für neue Wege der Verkündigung
und Seelsorge, für Diskussionen und Kritik ...
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Wir bieten eine breite Palette von Dienstleistungen
zur Begleitung auf dem Lebensweg und bieten Zeit und Raum für
...
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Bei der Bewältigung unserer Aufgaben
bemühen wir uns, unsere Kräfte und Ressourcen kompetent und
effizient einzusetzen.
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Unsere wirtschaftliche Basis soll in
Verantwortung gegenüber allen Kirchenmitgliedern langfristig gesichert
werden.
Wir sind eine Kirche der Feste und eine Kirche
der Stille.
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Liturgie ist Ausdruck unserer Gemeinschaft
und unseres alltäglichen Lebens. Daher sind uns die lebendige Gestaltung
der Liturgie, das bewusste und aktive Mitfeiern und die Vorbereitung der Sakramente
ein besonderes Anliegen. Das gemeinsame Feiern muss in den Alltag
hineinwirken und soll im sozialen Engagement, in der gelebten Nächstenliebe,
sichtbar werden.
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Verkündigung ist Ausdruck des Verbundenseins
mit der Quelle unseres Lebens. Wir wollen den Menschen von dem erzählen,
was uns selbst zur Freude des Lebens geworden ist: Vom Wort Gottes und
der Frohen Botschaft Jesu Christi.
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Wir sind ein Ort für vielfältige
Liturgie - einer Liturgie der großen Feste, aber auch einer Liturgie
des Alltags. Wir feiern zeitgemäß, traditionell, kreativ, feierlich,
spontan, besinnlich ...
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Wir sind ein Ort, an dem die Vorbereitung und die
Spendung der Sakramente sehr ernst genommen werden.
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Wir sind ein Ort des Gebets, des Zuhörens,
des In-Ruhe-sein-Dürfens - eine lebendige Oase in der Hektik des
Großstadtlebens, wo man zum eigenen Zentrum finden kann. In der offenen
Kirche bieten wir Raum für Stille und Meditation.
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Wir sind ein Ort des Miteinander-Betens,
um einander und andere zu stärken, zu stützen, zu halten, aufzurichten
...
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Wir sind ein Ort fröhlicher Feste,
die auch zu den gesellschaftlichen Höhepunkten in Hernals gehören
- Feste für alle, Kinderfeste, Feste der Jugendlichen, Feste der Senioren
...
Wir wollen eine Kirche mit Zukunft sein.
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Wir verstehen Kirche als Gemeinschaft, die, wie in den vergangenen 2000
Jahren, auch in Zukunft nur als „Einheit
in Vielfalt“ ein Zeichen für ein Leben mit Gott und für die Einheit
der Menschen sein kann.
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Wir verstehen Kirche als Dialog: Gespräch
mit Gott, Gespräch miteinander, Gespräch nach innen, Gespräch
nach außen, um zu hören, zu verstehen, zu erzählen, zu verkünden. Der Dialog soll daher auf allen Ebenen intensiviert werden.
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Wir glauben, dass eine Erneuerung
der Kirche von den Pfarrgemeinden aus geschieht. Sie bilden als kleine,
lebendige Gemeinschaften das Netzwerk der Kirche und sind Lebensräume
und Lebenszentren der Kirche. Dieses Netzwerk braucht daher Information,
Kommunikation, Unterstützung, Stärkung und Aufmunterung.
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Wir wollen den Geist des II. Vatikanischen
Konzils immer mehr verwirklichen.
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Wir wollen christliche Gemeinschaft
als ein jeden Menschen bejahendes und befreiendes Lebensmodell leben und
sichtbar machen und, aus der Hoffnung auf einen liebenden und gerechten
Gott, mit Mut und Kraft die Zukunft unserer Gesellschaft mitgestalten.
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Wir wollen eine „Oase“ im Alltag sein,
wo man zu sich selbst finden kann, wo man (wieder) staunen kann, wo man
einen Schritt näher hin zum Wesentlichen des Lebens machen kann – ein
Ort, wo die Sehnsucht nach Gott geweckt wird.
Wir wollen auch Ihre Kirche sein.
Wir wollen auch deine Kirche sein.
„Wir haben keine Geheimrezepte
für das dritte Jahrtausend, wir müssen nichts Neues erfinden,
sondern nur nicht aufhören, die alte Botschaft zu verkünden,
weniger mit Worten als durch das liebevolle Zeugnis des Lebens.“
Kardinal Franz König, 1999
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