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29. März bis 12. April 2026

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Gottesdienste

Sonntag, Feiertag: 8.30, 10, 19 Uhr
Mi. Fr. 19 Uhr im Pfarrzentrum,
St.-Bartholomäus-Platz 3, 1. Stock

So. 29. März Palmsonntag
Jes 50,4–7; Phil 2,6–11; Mt 26,14 – 27,66
10.00 Uhr Palmweihe am Dornerplatz (bei eindeutigem Schlechwetter in der Kirche)
Anschließend Prozession zur Kirche und Messfeier + Predigt für Kinder im Pfarrsaal
16.00 Uhr Kreuzwegandacht
17.00 Uhr Konzert: Giovanni Battista Pergolesi: Stabat mater, siehe Bei uns
Mi. 1. April
18.00–18.45 Uhr Beichtgelegenheit bei Pfarrer Engelmann
Do. 2. April, Gründonnerstag
Ex 12,1–8.11–14; 1 Kor 11,23–26; Joh 13,1–15
8.00 Uhr Laudes
10.00‒11.00 Uhr Beichtgelegenheit bei Pfarrer Karl Engelmann
19.00 Uhr Messe vom Letzten Abendmahl
Verstummen von Orgel und Glocken, Sammlung für die Caritas (statt der Fußwaschung),
Entblößung der Altäre; anschließend Anbetung (bis 22 Uhr)
Fr. 3. April, Karfreitag
Jes 52,13–53,12; Hebr 4,14–16; 5,7–9; Joh 18,1–19,42
Strenger Fasttag: keine Fleischspeisen, nur einmalige Sättigung für Erwachsene
8.00 Uhr Trauermette
15.00 Uhr Todesstunde Christi ‒ Kreuzwegandacht
16.00‒17.00 Uhr Beichtgelegenheit bei Pfarrer Karl Engelmann
19.00 Uhr Feier vom Leiden und Sterben Christi
Anschließend bis 22.00 Uhr Gebet beim Heiligen Grab und am Kalvarienberg
Sa. 4. April, Karsamstag – Empfohlener Fasttag
8.00 Uhr Trauermette, anschließend Gebet beim Heiligen Grab (bis 19 Uhr)
20.30 Uhr Osternachtfeier
Gen 1,1–2,2; Gen 22,1–18; Ex 14,15–15,1; Jes 54,5–14; Jes 55,1–11; Bar 3,9–15.32–4,4; Ez 36,16–17a.18–28; Röm 6,3–11; Mt 28,1–10
Feuerweihe, Lichtfeier, Wortgottesdienst, Tauferneuerung, Jubelmesse, Speisenweihe (Brot, Eier, Schinken); Musik: Laudate Deum. Bitte nehmen Sie windgeschützte Kerzen mit, um das Osterlicht nach Hause zu bringen.
So. 5. April, Hochfest der Auferstehung des Herrn ‒ Ostern
Apg 10,34a.37–43; Kol 3,1–4; Joh 20,1–9
In den Vormittagsmessen Speisenweihe (Brot, Eier, Schinken)
19.00 Uhr Hochamt. Musik: Louis Vierne: Messe solennelle, cis-Moll, op. 16, für
gemischten Chor und zwei Orgeln; Leon Boëllmann: Toccata aus Suite Gothique.
Mit Karl-Gerhard Straßl (große Orgel), Yi-Ting Wu-Mittermayer (Truhenorgel),
Chor der Kalvarienbergkirche, Leitung: Elisabeth Zottele
Anschließend Sektumtrunk am St.-Bartholomäus-Platz
Mo. 6. April, Ostermontag
Apg 2,14.22b–33; 1 Kor 15,1–8.11; Mt 28,8–15
Messfeiern wie an Sonntagen
Fr. 10. April
19.45 Uhr Freitagsgebet, Pfarrzentrum, Kapelle
So. 12. April, Zweiter Sonntag der Osterzeit
Apg 2,42-47; 1 Petr 1,3-9; Joh 20,19-31 Sammlung für die Pfarrgemeinde
Pfarrcafé (Team Weigl und Weigl-Pabisch)


Bei uns

So. 29. März: Konzert zur Indienstnahme der neuen Truhenorgel: Giovanni Battista Pergolesi: Stabat mater. Mit Monika Hosp (Sopran), Elisabeth Zottele (Alt), Frauenensemble des Chors der Kalvarienbergkirche (Leitung Hedwig Geyer), Streicherensemble des Wiener Musikgymnasiums, Yi-Ting Wu-Mittermayer, Truhenorgel, Leitung: Elisabeth Zottele. Beginn: 17 Uhr, Eintritt: freie Spende.

Mi. 8. April: Zuhören und mitteilen: Im gemütlichen Beisammensein wollen wir Schätze der Lebenserfahrung aufleuchten lassen und miteinander teilen. Von glücklichen Momenten im eigenen Leben soll die Rede sein, von Begegnungen, die berührt und aufgerichtet haben, aber auch davon, wie verletzende und verstörende Erfahrungen letztlich zu einem Schatz geworden sind. Vielleicht entdecken wir so die Spuren Gottes in unserem Leben – von 15 bis 16.30 Uhr im Pfarrzentrum, Gartensaal. Es laden ein: Karin Eibner, Barbara Riehs, Sr. M. Samuela Peterkovà.

Sa. 18. April: Kleidertauschbörse: Wir alle sehen uns vermehrt von den Auswirkungen des Wohlstands und Konsums umgeben und erfahren immer häufiger, dass selbst richtig gesammelte Altkleider nicht mehr gebraucht werden oder an den falschen Stellen landen. Wenn wir speziell zu Frühlingsbeginn Abwechslung in unseren Kleiderschränken suchen, kann eine Tauschbörse eine Möglichkeit bieten, im geselligen Umfeld schöne, nicht mehr getragene Garderobeteile mit anderen zu tauschen und so einem weiteren Gebrauch zuzuführen. – Wir, das Team des Arbeitskreises Schöpfungsverantwortung, laden daher alle ein, die nachhaltig sein wollen: Bringen Sie bitte Ihre gewaschenen bzw. gereinigten Kleiderspenden am 18. April mit und sehen Sie sich um, ob Sie etwas Neues für die Frühjahrsgarderobe finden. Taschen, Modeschmuck und Halstücher können ebenfalls getauscht werden. Auch junge Leute sind mit ihren Kleiderspenden sehr willkommen! – Tauschzeit von 10 bis 16 Uhr im Pfarrzentrum

Einladung zur 36. Fußwallfahrt am 18./19. April nach Maria Laach am Jauerling. Infos bei der Vorbesprechung am 8. April im Pfarrzentrum. Anmeldung bis 3. April bei Elisabeth Teuschl, 0664 750 40 046, elisabeth.teusch@gmail.com, oder Wilhelm Richter, 0699 195 709 54, wilhelm.richter @a1.net. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme!

Mo. 20. April Montagsforum. Abendthema: Ein Ohr für Menschen haben. - Seit fast sechzig Jahren ist die Telefonseelsorge Wien rund um die Uhr erreichbar. Die Leiterin, Antonia Keßelring, gibt Einblicke in diese Einrichtung, die von Anfang an fast ausschließlich mit geschulten Freiwilligen arbeitet. Mit welchen Anliegen melden sich die Menschen? Wer sind die "Ohren", die Menschen, die sich ihnen zur Verfügung stellen? Und was sind die größten Herausforderungen für die Mitarbeitenden? Ab 19 Uhr im Pfarrzentrum: Vortrag, anschließend Gespräch und Austausch.

Di. 21. April findet das Frühlingskonzert des Chorus Juventus (gemischter Jugendchor der Wiener Sängerknaben) unter dem Motto "Himmel – Frieden – Klang" statt. Auf dem Programm stehen die Nicolaimesse von Joseph Haydn sowie Werke von W.A. Mozart (u. a. das weltberühmte Ave Verum) und eine Krönungshymne von Georg Friedrich Händel. Es spielt die Schubert Akademie unter der Leitung von Daniel Erazo-Muñoz und Johannes Pell. Die Solist:innen sind Natàlia Pacheco Guerrero (Sopran), Daria Klymenko (Alt), Joseph Sohn (Tenor) und Florian Hofer (Bass). Beginn: 19 Uhr. Das Konzert findet bei freiem Eintritt statt – um freiwillige Spenden wird gebeten.

Di. 28. April: After Work Prayer. Eine Stunde Zeit für die, die keine Zeit haben, und Raum für die, die Kerzenschein, Musik und andere Gottesdienste mögen. Thema: Namenlos wie der Samariter. 20 Uhr, Kirche.


Mitteilungen

In der Karwoche keine Sprechstunden im Pfarrzentrum; die Kanzlei ist Montag- und Dienstagvormittag geöffnet.

Sa. 9. Mai: Pfarrverbands-Pilgerfahrt. Programm: Maria Dreieichen mit Feier einer heiligen Messe – Stift Geras (Mittagessen, Führung) – Maria Roggendorf (Besichtigung der Wallfahrtskirche) – Heurigenbesuch. Abfahrt: 8 Uhr Pfarre Dornbach, Zustiegsmöglichkeiten in der Nähe von Sühnekirche, Marienkirche, Kalvarienbergkirche. Rückkehr: ca. 20 Uhr, Fahrtpreis: € 45. Anmeldung: pedro.widler@katholischekirche.at oder Dornbacher Pfarrkanzlei, 0676 713 33 39

Wir suchen eine Person, die den Blumenschmuck in der Kirche in ihre Verantwortung nimmt, konkret: die Blumen besorgt, Gestecke bereitet, Altäre schmückt und in Zusammenarbeit mit unserem Mesner Blumen und Gestecke versorgt. Zu Beginn gibt es eine Einbegleitung. Wer mit Blumen gut und gern umgeht und diese schöne Aufgabe selbständig übernehmen möchte, melde sich bitte beim Pfarrer.

Für 5. bis 12. Juli 2026 organisiert Pfarrer Engelmann eine Rundreise nach Albanien und Mazedonien: Informations- und Anmeldeblatt. Die Mindestteilnehmeranzahl wurde überschritten; Anmeldungen sind noch möglich.


Anderswo

Di. 31. März, in der Karwoche, dirigiert unser Organist Karl-Gerhard Straßl ein selten gehörtes Oratorium in der Hofburgkapelle: "Die sieben letzten Worte Christi" von Théodore Dubois (1837–1924) ist ein beeindruckendes Oratorium für Soli, Chor und Orchester. Es musizieren Ursula Langmayr (Sopran), Alexander Kaimbacher (Tenor), Günter Haumer (Bariton) sowie die "Wiener Sängerrunde" und das Ensemble Pro Haec Die. Beginn: 18.30 Uhr. Info: www.hofmusikkapelle.gv.at


Palmsonntag

Durch Freund und Leid hindurch

Der Palmsonntag zeigt uns, wie nah Freud und Leid beisammen liegen. Im Evangelium der Palmweihe wird uns die Freude über den Messias berichtet, und in der anschließenden Messfeier die Leidensgeschichte Jesu uns vor Augen gestellt. Jesus geht seinen Weg in innerer Freiheit mit göttlicher Hoheit. An ihm erfüllen sich die Schriften der Propheten.

Wesentlich für den Palmsonntag ist die zweite Lesung, der sogenannte Philipperhymnus. Er muss ein liturgischer Text in der ganz jungen Kirche gewesen sein. Aus der Gottesherrlichkeit ist der Sohn in die tiefste Erniedrigung hinabgestiegen und hat den Kreuzestod auf sich genommen. Sein Gehorsam war Liebe zum Vater und Liebe zu den Menschen. Ihn, den Erniedrigten, hat Gott zum Kyrios, zum Herrn über Zeiten und Welten, gemacht. Auf ihn sollen wir schauen, an ihm uns orientieren: "Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht!"

Unsere Gesinnung soll sich an der Person Christi orientieren. So wie er sich mit den Menschen solidarisiert hat, sollen auch wir uns miteinander solidarisieren. Diese Lesung ist eine Orientierung zur sozialen Gerechtigkeit: Als Christen und Christinnen sind wir aufgerufen, solidarisch mit den Menschen um uns zu leben. Daran werden Menschen auch erkennen, dass Christen anders leben. Solidarisch leben bedeutet auch, gemeinsam durch Freud und Leid hindurchzugehen. Haben wir den Mut dazu! Tauschen wir uns darüber aus, wir können viel voneinander lernen!


Gründonnerstag

Die Hingabe Jesu an die Menschheit

Mit dem Gründonnerstag beginnen die heiligen drei Tage. Sie zeigen uns die totale Hingabe Jesu und das rettende Eingreifen des lebendigen Gottes. Diese Tage zeigen uns zwei wesentliche Punkte: Auf der einen Seite kristallisiert sich das Nein des Menschen zu Gott und zum Leben heraus. Dieses Nein tragen wir in uns. Wir müssen es erkennen, wahrnehmen, seine Wirkungen spüren. Auf der anderen Seite zeigt sich das unwiderrufliche Ja Gottes zur Menschheit. Gott kann nicht Nein sagen, er spricht ein Ja und darin seine ganze Liebe zur Welt, zu uns.

In den Schriftlesungen des Gründonnerstags wird diese Hingabe besonders unterstrichen. Schon in der ersten Lesung wird aufgezeigt, dass das Paschafest ein uraltes Hirtenfest ist; in Israel wurde, zusammen mit dem Fest der Ungesäuerten Brote, dieses Fest zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten gefeiert. Jeder Generation wird das Ereignis der Befreiung aus der Knechtschaft neu gegenwärtig, wenn das geopferte Lamm gegessen wird. Durch die Erinnerung an die Rettungstat Gottes am Anfang erhält die Hoffnung auf ein noch größeres, endgültiges Heilsereignis neue Kraft. In der Erinnerung steckt ein großes Potential. Vom letzten Abendmahl wird bei allen vier Evangelisten berichtet, je anders, aber auch übereinstimmend. Im berichteten Mahl hat Jesus die großen Vorbilder und Verheißungen des Ersten Bundes erfüllt. Er hat dem Paschamahl einen neuen, endgültigen Sinn und Inhalt gegeben. Er selbst ist der Knecht Gottes, der sein Leben zur Sühne für die Vielen dahingibt; er ist das Lamm, das geopfert wird und mit seinem Blut den Neuen Bund begründet. Die Teilnahme an diesem Mahl bedeutet Gemeinschaft mit Christus in seinem Tod und seiner Verherrlichung, auch Gemeinschaft mit allen, die von diesem Brot essen, und mit allen, für die Christus gestorben ist. Frei und wissend geht Jesus seiner Stunde entgegen. Der Evangelist deutet den Weg Jesu als Liebe "bis zur Vollendung": bis ans Ende, bis zum Äußersten seiner göttlichen und menschlichen Möglichkeit. In der tiefsten Erniedrigung Jesu wird seine göttliche Größe offenbar. Die Fußwaschung ist, wie das Abendmahl, Vorausnahme und Darstellung dessen, was am Kreuz geschah: dienende Liebe, Hingabe bis in den Tod. Die Liebe ist das Lebensgesetz Christi und seiner Kirche.


Karfreitag

Die Hingabe konkretisiert sich

Am Karfreitag konkretisiert sich die Hingabe Jesu. Entschlossen und mit letzter Kraft geht er seinen Weg. Gewiss hat er erkannt, dass diese Verurteilung und dieser Tod an sich sinnlos sind. Er konnte nur auf seinen Vater vertrauen, dass er rettend eingreifen werde – gewusst hatte er es nicht.

Was sich im Leiden und Sterben des "Gottesknechts" ereignet hat, ist eigentlich unfassbar. Und es geht alle an: Israel und die Völker der Erde. Das vierte Lied vom Gottesknecht beginnt mit einer Gottesrede und verläuft dann in Rede und Gegenrede zwischen dem Volk (den Völkern) und dem Propheten. Durch eine zweite Gottesrede wird das Lied abgeschlossen. Den vollen Sinn dieses prophetischen Textes können wir erst verstehen, seitdem sich in Christus alles erfüllt hat. Er ist der Mann der Schmerzen, er hat die Schuld von uns allen auf sich genommen und gesühnt.

In der zweiten Lesung heißt es, in Jesus haben wir einen Hohepriester, dem wir vertrauen können. Er ist Gottes Sohn, er ist einer von uns. Er kennt unsere Schwachheit. Weil er selbst ohne Sünde war, konnte er Sühne leisten für unsere Sünden. Nachdem er seinen Weg vollendet hat, ist er für immer unser Hohepriester, unser Mittler bei Gott.

Die Leidensgeschichte ist viel mehr als ein bloßer Bericht; sie ist Deutung und Verkündigung. Sie sagt nicht nur, was geschah, sondern auch warum und wozu es geschah. Das Johannesevangelium zeigt noch deutlicher als die früheren Evangelien, dass Jesus sich mit klarem Wissen freiwillig dem Tod ausgeliefert hat. Souverän steht er seinen Anklägern und Richtern gegenüber. Niemand kann ihm das Leben entreißen, er selbst gibt es hin. Nach der Darstellung des Johannesevangeliums starb Jesus zu der Stunde, als im Tempel die Lämmer für das Paschamahl geschlachtet wurden. Er selbst ist das wahre Osterlamm, sein Blut ist der Preis für unsere Rettung.

Am Karfreitag werden starke, deutende Schriftlesungen vorgetragen. Sie zeigen uns auf, dass er Christus sich einfach hingibt für das Heil der Welt. Lassen wir uns von diesem Tag anrühren, und verehren wir mit Ehrfurcht das Kreuz Christi! Das Kreuz ist und bleibt das Zeichen der Hingabe Jesu. Durch diese Hingabe sind wir aufgerufen, uns hinzugeben für das Heil, den Frieden der Welt.


Osternacht

Vom Tod zum Leben

Alle großen Liturgien der Kirche sind Nachtliturgien. Schon der Einzug der Osterkerze in die dunkle Kirche zeigt an, dass Großes geschieht. Diese Nacht ist der Übergang vom Tod zum Leben. Die alttestamentlichen Lesungen zeigen uns, wie Gott durch die ganze Geschichte hindurch gewirkt hat. Er hat seine Liebe zu den Menschen nie aufgegeben und immer wieder auf eine neue Weise die Menschen gesucht. Wenn das Halleluja angestimmt wird und wir auch freudig mitsingen können, erfahren wir, dass der Übergang vom Tod zum Leben geschehen ist.

Über die Auferstehung Jesu selbst gibt es keinen Bericht. Auch das Matthäusevangelium beschreibt nicht den Vorgang der Auferstehung, sondern berichtet das, was unmittelbar danach geschah. Das Wichtigste in diesem Osterevangelium sind die Worte des Engels, dann die Erscheinung des Auferstandenen und sein Auftrag an die Frauen. Jesus tritt mit göttlicher Vollmacht auf; er bestellt die Jünger nach Galiläa, dort wird er ihnen den Auftrag geben, alle Menschen der Erde zu seinen Jüngern zu machen.

Christus ist ein für alle Mal gestorben und von den Toten auferstanden; sein Leben ist göttliches Leben. In diese Christuswirklichkeit sind wir durch die Taufe eingetreten; alles hat Gott uns durch ihn und mit ihm geschenkt. Aber was wir empfangen haben, muss gelebte Wirklichkeit werden: in der Zustimmung des Glaubens und im Ja des Gehorsams. Bewusst haben wir die Epistel nach dem Evangelium eingeordnet, denn sie reicht schon weit über das Evangelium hinaus. Sie zeigt auf, wie die junge Kirche mit der Auferstehung Jesu gelebt hat.

Feiern Sie diese Nacht mit einem offenen Herzen! Der Auferstandene tritt auch in unsere Mitte und schenkt uns tiefen Frieden; einen Frieden, der vom Heiligen Geist kommt und alle Grenzen überwindet. Wo wir dem Auferstandenen in unser Leben hineinlassen, wird auch unser Leben gewandelt und neu ausgerichtet.


Ostersonntag

Der endgültige Durchbruch zum Leben

Ostern ist der eigentliche Durchbruch zum Leben. Zu Ostern feiern wir die Vollgestalt des Lebens. Ein alter Pater hat mir einmal gesagt: "Nicht Ostern ist das große Wunder, sondern Weihnachten. Ostern ist nur die Bestätigung dessen, was zu Weihnachten geschehen ist." Eine kluge Aussage. Aber Ostern bleibt trotzdem das größte Fest im Kirchenjahr.

In knappen, inhaltsschweren Sätzen ist in der Petrusrede aus der Apostelgeschichte das apostolische Zeugnis über Jesus zusammengefasst. In der Mitte steht die Botschaft von seinem Tod und seiner Auferstehung: "Gott hat ihn auferweckt." Auf diesem Zeugnis ruhen unser Osterglaube und unsere ganze Hoffnung. Jesus lebt, Gott hat ihn zum Richter über Lebende und Tote bestellt. Der Richter ist auch der Retter: Wer an ihn glaubt, wird leben. Lassen wir uns von dieser Botschaft treffen!

Die Auferstehung Jesu erweist sich dort als wahr und wirklich, wo sie Folgen hat. Wer auf den Tod und die Auferstehung Jesu getauft worden ist, dessen Leben ist von Christus geprägt. Noch sind wir nicht endgültig da, wo Christus ist: "oben", "in der Herrlichkeit", der Vollendung; aber unser Denken, Suchen und Hoffen soll dorthin streben. Er, der Auferstandene, wird auch in unsere Mitte treten und uns im Innersten berühren.

Das leere Grab war ein Zeichen, verstehbar erst durch die Begegnung mit dem Auferstandenen. Die Begegnung aber ist nur möglich, wenn das Herz bereit ist, zu sehen und zu glauben. Das ist auch die Lehre der Erzählung von den Emmausjüngern. Das brennende Herz spürt die Nähe des Herrn und versteht die Wahrheit der heiligen Schriften. Unser Herz muss brennen, die Wirklichkeit von Ostern aufleuchten. Nur dann werden wir österliche Menschen, österliche Christen.

Versuchen Sie, sich das einmal bildlich vorzustellen: Sie gehen zu einem Grab und finden es offen und leer. Erst vor einigen Tagen haben Sie dort der Bestattung beigewohnt, und jetzt ist alles weg. Und dann sitzen Sie gemeinsam mit anderen bei einem Mahl und auf einmal tritt der angeblich Verstorbene zu Ihnen hinzu und präsentiert sich. Eine ungeheure Vorstellung! Aber so ist es den Aposteln ergangen. Auch wir erleben, wie der Auferstandene in unsere Mitte tritt, und zwar in der Feier der heiligen Messe, sowohl im Wort als auch in Brot und Wein. Ich glaube, wir müssen uns innerlichst von dieser Botschaft treffen lassen. Nur wenn wir Betroffene sind, werden wir auch zu verkündenden, missionarischen Christen.

Pfarrer Karl Engelmann
 



neu: 10. April 2026

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